Das Parlament verabschiedete ein neues Raumplanungsgesetz (im Folgenden „neues Raumplanungsgesetz“) und ein neues Baugesetz (im Folgenden „neues Baugesetz“), wobei beide neuen Gesetze das ursprüngliche Gesetz Nr. 1/2003 ersetzen. Nr. 50/1976 Slg. über Raumplanung und Bauordnung (im Folgenden Baugesetz genannt), das bereits 1976 erlassen wurde.
Hauptzweck des neuen Raumplanungsgesetzes ist vor allem die Elektronisierung und Digitalisierung der Daten im Geltungsbereich des Gesetzes, die Einrichtung eines neuen Informationssystems sowie die Vereinfachung und Beschleunigung des Raumplanungsprozesses. Umweltverträglichkeitsprüfung. Gemäß dem oben genannten neuen Gesetz über Raumplanung wird ein neues Amt für Raumplanung und Bau der Tschechischen Republik (im Folgenden „Amt“) als zentrales Organ der staatlichen Verwaltung für Raumplanung, Bau und Enteignung eingerichtet, das zentral das Genehmigungsverfahren für Gebäude verwalten und Baugenehmigungen erteilen wird. Kommunen werden befugt, Stellungnahmen zu Baugenehmigungen abzugeben. Die Bauämter in Gemeinden und Städten werden diesem Amt mit eingeschränkter Gebietskompetenz unterstellt, es sollen acht regionale Arbeitsstätten geschaffen werden. In der Praxis bedeutet die Anpassung, dass Bürgermeister ihren Einfluss auf Genehmigungsverfahren verlieren, da die übertragene Leistung der Landesverwaltung wieder zu einer vom Land umgesetzten Leistung wird.
Ziel des neuen Baugesetzes ist insbesondere auch die Elektronisierung, Beschleunigung und Vereinfachung des Baumanagements und des Baugenehmigungsverfahrens. Neu ist die Möglichkeit, Bauunterlagen und dazugehörige Unterlagen und Anträge auch in elektronischer Form einzureichen. Der Prozess der Meldung kleiner Gebäude, kleinerer Bauarbeiten und deren Beseitigung sollte vollständig elektronisch erfolgen. Das neue Baugesetz zielt auch auf die Bekämpfung der sogenannten Black Buildings ab. Durch unerlaubte Baumaßnahmen errichtete Gebäude können nicht zusätzlich genehmigt werden und ein solches Gebäude kann in das Eigentum des Staates übergehen, sofern seine Beseitigung nicht zweckdienlich wäre.
Für Investoren und Bauherren wird die bedeutendste Veränderung die Elektronisierung des gesamten Prozesses und die Stärkung der Rolle der Designer sein. Der Bauplan mit der entsprechenden Dokumentation wird in das Urbion-Informationssystem eingegeben, das ihn automatisch bewertet und zur Kommentierung der Beteiligten veröffentlicht. Wird der Plan angenommen, holt der Bauherr beim Regionalamt eine Entscheidung über den Bauplan ein; Sollten darin Widersprüche bestehen, prüft das Amt diese. Bei größeren Projekten wird eine noch ausführlichere Dokumentation mitgeliefert. Der Designer gewährleistet die Vollständigkeit und Richtigkeit der Unterlagen. Territoriale Verfahren sollten abgeschafft werden, um doppelte und unnötige Doppelkommentare zu vermeiden.
Die Fortschritte bei der Schaffung eines neuen Raumordnungsgesetzes und eines neuen Baugesetzes sind sehr wichtige Neuigkeiten für die Zukunft der Bauentwicklung im Land. Investoren und die Fachöffentlichkeit warnen seit langem, dass die aktuelle Situation unhaltbar ist. Statistiken vonim Doing-Business-Ranking, wonach die Slowakische Republik bei der Dauer von Bauverfahren den 146. Platz einnimmt. Die Hauptprobleme sind komplizierte Gesetzgebung, Bürokratie, langwierige Verfahren und zahlreiche Möglichkeiten zur Behinderung.
Die neuen Gesetze versprechen viele Veränderungen. Man muss sagen, dass sie nicht ausschließlich positiv aufgenommen werden. Der Widerstand mehrerer Kommunen ist selbstverständlich. Wir werden die Auswirkungen der genannten Gesetzesänderungen sorgfältig beobachten.